
„Tee für die Geister“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Schwestern auf ihrer Reise nach Wahrheit – eine Reise, die sie weit über ihr Heimatdorf im Tal der Wunder hinausführt. Es beginnt mit den malerischen, aber geheimnisvollen Gassen von Nizza, und bald führt sie der Weg in die verlassenen, fast vergessenen Dörfer der Provence. Es ist eine Geschichte, die nicht nur von der äußeren Reise handelt, sondern von der tiefen, inneren Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und den familiären Geheimnissen, die lange im Dunkeln lagen.
Was mich besonders gefesselt hat, ist die Atmosphäre, die Vuklisevic aufbaut. Das Teehaus – dieser besondere Ort, in dem die Geister zu Gast sind – hat fast schon eine magische Wirkung. Die Geister sind dabei nicht nur übernatürliche Erscheinungen, sie sind Symbole für die ungelösten Konflikte und Geheimnisse der Familie. Man fühlt die Last der Vergangenheit, die auf den Charakteren lastet, und das ist es, was das Buch für mich so emotional und intensiv macht. Es ist, als ob man selbst in diesem Teehaus sitzt, mit den Geistern spricht und sich allmählich den eigenen inneren Dämonen stellt.
„Tee für die Geister“ ist nicht nur eine Reise in eine andere Welt, sondern auch in die tiefsten Ecken der menschlichen Seele. Es war eine berührende Lektüre, die mich nachdenklich zurückgelassen hat.

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