
„Er kenne Herrn Benz nicht, sagt Herr Daimler“
Was mir besonders gut gefällt, ist der humoristische Stil, mit dem Ronald Reng diese doch eigentlich ernste und historische Geschichte erzählt. Man merkt, dass hier nicht einfach Technikgeschichte runtererzählt wird, sondern dass es um Menschen geht – um zwei Tüftler, Träumer und Sturköpfe, die unabhängig voneinander denselben Traum hatten: ein Fahrzeug, das sich selbst bewegt.
Ich mochte, wie Reng die Gegensätze zwischen Benz und Daimler herausarbeitet, ohne sich auf eine Seite zu schlagen. Der eine vorsichtig und bedacht, der andere risikofreudig und manchmal fast schon wild – beide irgendwie genial. Dass sie sich nie getroffen haben, obwohl sie parallel an der gleichen Idee arbeiteten, hat für mich fast etwas Tragisches – aber Reng schafft es, das mit einem Augenzwinkern zu erzählen.
Ein unterhaltsames, lehrreiches und charmant geschriebenes Buch, das viel mehr ist als ein Roman über Autos. Es ist ein Buch über Visionen, Charaktere – und darüber, wie aus einer verrückten Idee Weltgeschichte wurde.

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