
Eine Heldin, wie sie einem selten begegnet. Billie ist mehr als eine historische Figur – sie ist ein Aufschrei. Ein Leuchten. Ein junges Mädchen mit brennendem Geist in einer Welt, die Frauen schweigen sehen will. Stefan Cordes verleiht Sybilla Schwarz, der barocken Dichterin aus Greifswald, eine Stimme, die uns bis ins Heute trifft.
Inmitten des Dreißigjährigen Krieges, umgeben von Gewalt, Unterdrückung und der ständigen Bedrohung durch Hexenverfolgung, wächst Billie auf. Sie ist wild, klug, aufbegehrend – und sie liebt. Nicht so, wie man es damals wollte. Sondern echt. Mutig. Eine Frau. Eine andere Frau. Ihre Gedichte sind kein Beiwerk – sie sind Widerstand. Sie schreibt sich frei, kämpft mit der Feder wie mit einem Florett: gegen das Schweigen, gegen das Erstarren, gegen die Kälte der Welt.
Cordes gelingt das Kunststück, Geschichte lebendig und hochaktuell zu erzählen. Die Sprache ist poetisch und rau zugleich, der Ton voller Kraft. Billie ist kein braves Mädchen, keine Projektionsfläche – sie ist Feuer. Wer sich einmal in sie verliebt hat, wird sie nicht mehr vergessen.
Ein Buch voller Leidenschaft, Mut und Zärtlichkeit. Für alle, die spüren: Die stärksten Waffen sind manchmal Worte – und ein Herz, das nicht aufhört zu brennen.

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