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Falsche Gurus, teure Erleuchtung

Wie spirituelle Scharlatane mit Sehnsucht Kasse machen

Es beginnt oft ganz sanft. Mit einem Gefühl. Einer Ahnung. Einem Satz wie: „Wenn du es spürst, dann ist es für dich bestimmt.“ Oder: „Das Unsichtbare zeigt sich dir, wenn du bereit bist.“ Worte, die klingen wie Schlüssel zu einer verborgenen Tür. Und viele, die auf der Suche sind nach Wahrheit, Tiefe, Heilung, fühlen sich berührt.

Doch was folgt, ist oft ein böses Erwachen:
Denn plötzlich hat dieser „Ruf“ einen Preis – und zwar nicht 20 oder 50 Euro, sondern 1500, 1800 oder gar 2000 Euro. Für ein sogenanntes „Praktikum“, eine „Aktivierung“, eine „Energie-Werkstatt“. Ohne klare Inhalte, ohne echte Substanz. Nur das Versprechen: „Du wirst schon spüren, ob es deins ist.“

Und als ob das nicht reicht, gibt es da noch die „Engelseife“ für 20 Euro. Die „beseelte Filzpuppe“ für 60. Das „lichtcodierte Amulett“ für 120. Alles mit einem Hauch von Transzendenz, aber mit ganz weltlichen Preisen.

Was hier verkauft wird, ist kein Erwachen – sondern ein Gefühl von Auserwähltheit gegen Bezahlung.
Das ist keine Spiritualität – das ist spiritueller Konsumismus. Und er ist genauso gierig wie alles, wogegen er angeblich steht.

Typisch für diese Masche:

Es wird eine künstliche Exklusivität erzeugt – als wärst du besonders, wenn du zahlst.

Wer kritisiert, hat angeblich „noch Blockaden“.

Die Sprache wirkt „empfangen“, klingt aber oft nach KI, Floskel oder abgeschriebenem Stil.

Die Inhalte bleiben vage – Hauptsache teuer.


Ich sage es offen: Ich habe genug von diesem falschen Licht.
Genug von Menschen, die mit hohen Preisen und hochtrabenden Worten andere ausnehmen.
Genug von denen, die sich als „Bewusstseinsarbeiter“ tarnen, aber vor allem den eigenen Kontostand pflegen.

Wahre Spiritualität hat kein Preisschild.
Wirkliche Tiefe ist nicht exklusiv.
Und deine Sehnsucht ist kein Geschäftsmodell.

Wenn du das spürst – bleib wach.
Nicht alles, was flackert, ist Licht.